Offene Ganztagsschule

 Yvonne Koch

Leiterin der OGS Brüder-Grimm

Doris Fischer-Schultheiss

Leiterin der OGS Drusenberggrundschule

Seit dem Schuljahr 2007 / 2008 gibt es als Gemeinschaftsprojekt der Brüder-Grimm- und der Drusenberg-Grundschule die Offene Ganztags-Schule.  Sie ist montags bis freitags von 7.30 Uhr  bis 16.00 Uhr geöffnet. Trägerverband ist das Ev. Schulreferat. Dieser ist verantwortlich für die gute Qualifizierung der Betreuungskräfte und die Ausstattung.

Alle angemeldeten Kinder erhalten:

  • qualifizierte Hausaufgabenbetreuung,
  • Spielangebote und
  • ein ausgewogenes Mittagessen.
  • Verschiedene AGs im Nachmittagsbereich (werden von Honorarkräften oder vom Stadtsportbund ausgerichtet)

Für die Organisation des offenen Ganztags gehen wir von einem inklusiven Prinzip aus. Alle Schüler gehen gemeinsam durch die Tagesaktivitäten. Die Hausaufgabengruppen werden nach Alter und besonderen Anforderungen gemischt zusammengestellt.

 

Projekte:

Wörterwelten: Schreibwerkstatt in der OGS

Kinderbuchautorin Andrea Behnke als Autorenpatin

 

„Klein und Groß im Hier und Dort“: Unter diesem Motto wurden in der integrativen OGS am Drusenberg in den Osterferien Geschichten erfunden. Die Werkstatt war Teil der Autorenpatenschaft mit der Kinderbuchautorin Andrea Behnke, die während des Projektes auch zwei Lesungen aus ihren Büchern in der OGS durchgeführt hat.

 

Insgesamt elf Kinder aus der Brüder-Grimm-Schule und der Drusenbergschule verschwanden für eine Ferienwoche in den „Wörterwelten“. „Wörterwelten. Autorenpatenschaften – Literatur lesen und schreiben mit Autor*innen“, ist Teil des Bundesprogrammes „Kultur macht stark“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und initiiert vom Bundesverband der Friedrich-Bödecker-Kreise.

 

 

In der Werkstatt flogen die Kinder davon – natürlich nur auf dem Papier. Andrea Behnke hat aus ihrem Buch „Clemens aus der Clementine“ vorgelesen, in dem es um Heimweh geht. Ein kleines Männchen fliegt zum Schluss mit einem Vogel zurück in den Süden. Und die Kinder begaben sich ebenfalls auf Reisen, die ganz unterschiedlich waren: Sie flogen nach Spanien, Dubai, Afrika, Thailand … Zuvor hatte sich jedes Kind einen eigenen Vogel gebastelt.

((Foto Alisa- Sophia))

 

Im Mittelpunkt stand es, Geschichten zu erfinden, mit Sprache zu spielen, kreativ zu sein. Wer nicht so gut schreiben konnte, durfte erzählen. Eine ehrenamtliche Hilfe schrieb die Geschichten auf. Denn Geschichten zu erfinden hat nichts mit der Schreibfähigkeit zu tun.

((Foto Heft))

 

Im Laufe der Werkstatt entstanden viele Geschichten: rund um Orte, rund um Familie und Freundschaft. Um die Geschichten auch zu spüren und zu fühlen, kam an einem Nachmittag die Theaterpädagogin Marion Gerlach-Goldfuß und spielte das Erfundene mit den Kindern auf der Bühne.

Der Abschluss war eine Lesung beim Projektpartner, dem Seniorenheim St. Mauritius Stift in Bochum. Dort lasen die Kinder ihre Geschichten vor oder erzählten sie frei. Und sie kamen mit den älteren Menschen ins Gespräch. Das war für alle der Höhepunkt einer Woche, die viel Spaß gemacht hat.